Denkmal-Immobilien

Immobilien, die in der Denkmalliste verzeichnet sind, werden als Denkmalimmobilien bezeichnet. Näheres regelt das Denkmal-Schutz-Gesetz (DSchG). Als kulturelles Erbe eingestuft, wird ihr Erhalt in Deutschland durch den Staat gesichert (§ 1 DSchG) und auf einmalige Weise gefördert. Diese Immobilien gelten als die Premium-Klasse unter den Immobilien. Das liegt an der umfangreichen Förderung, die einer solchen Immobilie durch den Denkmalschutz zusteht und den hohen Mietrenditen und Wiederverkaufspreisen, welche diese erwirtschaften.

Die Steuervorteile einer denkmalgeschützten Immobilie ergeben sich aus den normalen Abschreibungen einer Immobilie je nach Baujahr und aus den speziellen Vorteilen (Sonder AfA, Denkmal AfA), die durch die Einstufung als Denkmal entstehen. Dadurch sind auch die Sanierungskosten steuerlich absetzbar. Zu beachten ist allerdings, dass die steuerliche Berücksichtigung erstmals im Jahr der Fertigstellung erfolgt. Die gesamten Sanierungskosten sind außerdem nur dann anzusetzen, wenn der Erwerb vor Beginn der Sanierungsarbeiten erfolgt ist.

Der Käufer einer Denkmalimmobilie kann durch die Denkmalschutz AfA jährlich hohe Anteile der Sanierungskosten gegenüber dem Finanzamt geltend machen. So werden bei einer denkmalgeschützten Immobilie alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Wiederherstellung angefallen sind, auf besondere Weise anerkannt.

Je nach späterer Nutzung können Selbstnutzer diese Kosten zu 90% gleichmäßig verteilt auf 10 Jahre steuerlich geltend machen, während Kapitalanleger diese Kosten sogar in voller Höhe über 12 Jahre ansetzen können. Dabei werden in den ersten 8 Jahren jeweils 9% und in den folgenden 4 Jahren jeweils 7% steuerlich berücksichtigt. Je höher der Sanierungskostenanteil bei einem Baudenkmal ist, desto höher sind auch die als Werbungskosten anzusetzenden Beträge für den Käufer.

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